Bisher haben die meisten Anleger aus der Euro-Zone ihr Geld aus Sicherheitsgründen auf dem Schweizer Immobilienmarkt geparkt. Seit jedoch die Schweizer Nationalbank Anfang September beschlossen hat, ihren Franken nicht noch mehr aufwerten zu lassen, um die eigene Wirtschaft nicht zu gefährden, ist der Ankauf von Immobilien in Skandinavien deutlich angestiegen. Früher wurden Immobilien in Skandinavien hauptsächlich von Naturliebhabern erworben. Heute steigt die Nachfrage hauptsächlich im Bereich der hochpreisigen Immobilien als vermeintlich sichere Geldanlage.
Immobilien in Schweden
Die Preise für Immobilien sind deutlich gestiegen. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen in die großen Städte ziehen, speziell nach Stockholm, wodurch der Wohnraum sich zum einen weiter verteuert und zum anderen mittlerweile so knapp bemessen ist, dass das Wohnungsministerium Studienanfängern dazu rät, auf Universitäten in anderen Städten auszuweichen. Weiterhin ist die Regierung in Schweden dazu übergegangen, die Richtlinien bei der Vergabe von Darlehen für Immobilien zu verschärfen, um die Teuerungsrate einzugrenzen. Mittlerweile ist es in Schweden nicht mehr möglich eine Vollfinanzierung für eine Wohnimmobilie, wie bisher üblich, zu erhalten. Der Darlehensnehmer muss 15 Prozent Eigenkapital für die Finanzierung bereitstellen.
Immobilien in Norwegen
Hier sind die Immobilienpreise deutlich, besonders seit der Griechenland-Krise, angestiegen. Im Verhältnis zu den Vorjahrespreisen ist hier mittlerweile eine Immobilie rund 6 Prozent teurer geworden. Im Süden Norwegens haben sich die Preise sogar mehr als verdoppelt, so dass sogar die die wesentlich besser verdienenden Norweger, im Verhältnis zu der Gehaltsstruktur in den Euroländern gesehen, die hohen Immobilienpreise kaum bezahlen können. Der norwegische Notenbankchef geht schon jetzt davon aus, dass es zeitnah in Norwegen zu ähnlichen Maßnahmen wie in der Schweiz kommen wird, um die landeseigene Wirtschaft nicht zu gefährden.
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